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“International Junior Agility Championship”, Juli 2007, in Oostende, Belgien Unser erster internationaler Agility-Wettbewerb Lisa-Kristin und Quincy
Als sich im Frühjahr dieses Jahres abzeichnete, dass Quincy und ich ab April Wettbewerbe laufen würden, machte mich Claudia auf die Internationale Jugendmeisterschaft in Belgien aufmerksam. Tatsächlich, der Termin passte mit dem Schuljahresende zusammen und meine Eltern waren bereit mit uns dorthin zu fahren. Ich meldete uns also für Einzel- und Mannschaftswettbewerb an. Zum Mannschaftswettbewerb brauchte ich noch zwei bis drei Medium-Teams, die mit mir eine Mannschaft bilden wollten. Diese fand ich schließlich über ein Forum: Maren mit Strolchi (SV-LG 05 Schildgen/Bergisch Gladbach), Carmen mit Skippy (Leegmoor Jumpers) und Ina mit Jessy (HF Freigericht/Kinzigdogs). Carmen aus Ostfriesland traf ich bereits beim Nordseeturnier in Sandstedt. Maren und Carmen starteten als ‚Kadets’ (unter 14), Ina und ich als ‚Junioren’. Es gab in Oostende keine Leistungsklassen, nur die Unterteilungen nach Alter und nach den drei Größenklassen.
Ganz früh am Donnerstag, dem 12.7., ging die Fahrt nach Belgien los. Wir hatten nur wenig Stau und kamen pünktlich am Nachmittag in Oostende an, fuhren kurz zum Hotel und dann zum Veranstaltungsort, den Koninklijke Stallingen. Dieser bestand hauptsächlich aus der großen Veranstaltungshalle (mit Teppichboden) und einer Nebenhalle für Vorbereitung und „Hundeparkplatz“. In der Haupthalle waren nur die jeweils laufenden Hunde erlaubt. Am Donnerstagabend waren Anmeldung, tierärztliche Kontrolle und Training, getrennt nach Ländern. Wir als „Team Germany“ bekamen von einem Sponsor gelb-schwarze Trainingsanzüge und traten damit wie die meisten anderen Länder einheitlich auf. Außer Deutschland waren in Oostende noch der Gastgeber Belgien, Österreich, Tschechische Republik (diese kamen mit Schwierigkeiten an; ihr Bus wurde unterwegs von der Polizei wegen schwerer Mängel aus dem Verkehr gezogen), Frankreich, Ungarn, Italien, Luxemburg, Niederlande, sowie ein kleines Team aus Großbritannien vertreten. Wir trafen bereits bei Training unsere Mannschaftsmitstreiter, und gingen am Abend mit der Gruppe aus dem Kinzigtal Pizza essen. Diese, wie auch viele andere Turnierteilnehmer, hatten ihre Zelte auf einem Schotterplatz etwa 30 Fußminuten von der Turnierhalle entfernt aufgestellt.
Am Freitag früh ging es los mit der Eröffnungsfeier, wir zogen natürlich mit dem ‚Team Germany’ in die Halle ein, und mit dem Mannschafts-Jumping Wettbewerb. Wir vier Teams traten an als ‚Germidi Furry Tails’, auf diesen Namen hatten wir uns vorab per E-Mail geeinigt. Mein Vater hatte uns T-Shirts mit einem dazu passendem Logo spendiert. Leider kamen nur zwei von uns vier Teams durch (Maren und Strolchi mit V0, Quincy und ich mit 3 Sekunden Zeitfehler). So hatten wir schon ein DIS mit in der Wertung (3 Teams wurden gewertet, ein Streichergebnis). Die Parcoure waren recht anspruchsvoll, aber machbar. Die laufenden Teams wurden lautstark von der Zuschauertribüne unterstützt, diese war in ‚Länderblöcke’ aufgeteilt. Alle Läufer des Team Germany bekamen tolle Unterstutzung aus der deutschen Ecke, insbesondere tat sich dabei eine große Schlachtenbummlergruppe aus dem Kölner Raum mit ihren Deutschlandfahnen hervor.
Am frühen Abend hatten Ina und ich noch die Junioren Jumping Einzel-Wettbewerbe. Bei Quincy und mir lief es genauso wie im Mannschafts-Jumping, wir kamen ohne Sprungfehler oder Verweigerung mit 3 Sekunden Zeitfehler in Ziel. Das bedeutete Platz 19 von 35 Junior-Midi-Teams.
Am Sonntag standen dann noch die Einzelwettbewerbe Agility sowohl für die Kadetts als auch für die Junioren auf dem Programm, danach natürlich noch die Abschlussveranstaltung mit den Siegerehrungen. In diesem Lauf hatten Quincy und ich nach der Wand wieder das Kommunikationsproblem mit dem Rechtsabbiegen, diesmal leider auch noch verbunden mit einem Sprung gegen die Richtung über eine Hürde. Aber bis zum DIS war es eigentlich ein schöner Lauf.
Die Zeit bis zur Siegerehrung – wie auch andere größere Pausen – füllten die Teilnehmer mit gemeinsamem Tanzen im Innenraum. Besonders taten sich dabei die Teilnehmer aus der Tschechischen Republik hervor. Die Siegerehrung zog sich einige Zeit hin, da ja schließlich Ehrungen für 81 Platzierungen zu vergeben waren. Meine Eltern und ich blieben dann noch bis zum Montagvormittag in Oostende. Die meisten Teilnehmer, die auf dem Zeltplatz übernachtet hatten, fuhren bereits am Sonntagabend ab, denn dieser Platz war bei einem Gewitterregen am Sonntagvormittag total abgesoffen. Die nächste internationale Junior Agility Meisterschaft findet im Juli 2008 in (Nord-?) Italien statt. Wenn der Termin wieder mit dem Schuljahresende zusammenpasst und meine Eltern die Reise wieder ‚sponsorn’, würde ich dieses Erlebnis gerne wiederholen. Vielleicht treffe ich dort dann auch meine Mitstreiter von den ‚Germidi Furry Tails’ wieder.