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Unser Rosenpokal am 28.06.2008
Am 28.06.2008 um 08.00 Uhr war es soweit - der zweite Rosenpokal in unserer Vereinsgeschichte startete. Für mich einer der aufregendsten Tage in meinem Vereinsleben beim PHV Elmshorn.
Dabei schien anfangs alles so einfach zu sein. Zur Jahreshauptversammlung fragte Gerhard mich, ob ich mich als Prüfungsleiter für den Rosenpokal zur Verfügung stelle, damit er den Fristschutzantrag noch rechtzeitig abschicken kann. Leichtsinnig wie ich immer bin, habe ich natürlich "Ja" gesagt. Dabei hatte ich keine Ahnung was da auf mich zukam. Tja, man sollte eben immer vorher lesen bevor man unterschreibt. Schließlich hatte ich als Schriftführer einmal den Auftrag, eine Aufstellung zu erarbeiten mit dem Inhalt "Aufgaben eines Prüfungsleiters". Wäre mir der Text noch geläufig gewesen, hätte ich mich sicher anders in diese Aufgabe vertieft. So ließ ich den Dingen erst mal ihren Lauf und kümmerte mich ums Tagesgeschäft im Verein.
Als dann der Fristschutzantrag vom DVG genehmigt bei mir ankam, war meine Welt noch in Ordnung. Schließlich hatten wir März und irgendwie hatte ich den Eindruck es verlief alles nach Plan. Mark und Clarissa hatten sich um einen Zweitrichter sowie um Helfer gekümmert und Nadine hatte eine Einladung zusammengezimmert, die nach einigen Korrekturen - sie ist ja auch neu in ihrem Job als Schriftführerin-endlich im April auch rausging.
Und dann begann das Warten. Anfangs war ich noch relativ gelassen, doch mit jeder Woche, die der Pokalkampf näher rückte, wurden die Meldungen häufiger, jedoch nicht besser. Die erste schlechte Meldung kam mit der Post. Fast alle Einladungen kamen als unzustellbar zurück, da wir sie an die Vereinsadressen und nicht an die Vorsitzenden der Vereine geschickt hatten. Also mussten wir die Einladungsprozedur nochmal wiederholen. Mittlerweile hatten wir Mai. Zu spät, wie Mark meinte.
Leider sollte Mark Recht behalten mit seiner Prognose - es war zu spät mit den Einladungen. Nur wenige Vereine meldeten noch zu unserem Pokalkampf, sodass wir das Vorjahresniveau nicht halten konnten. Letztendlich hatten wir sechs Mannschaften zusammen.
Das Wochenende vor dem Pokalkampf war dann für mich der Tag des Erwachens. Zu Besuch bei Gerhard und Claudia Kuncke, im Gepäck die Pokale von Jens Tillmann und aus dem Vereinsheim, fragte Claudia beiläufig nach dem "Richterbuch". Ich fiel aus allen Wolken. Was war das "Richterbuch"? Und da war sie. Die Panik die einen erfasst wenn man feststellt, dass man völlig den Überblick verliert.
Gott sei Dank sind Claudia und Gerhard in solchen Situationen die beste Hilfe, die man haben kann. Claudia erklärte mir ausführlich den ganzen Papierkram der noch vor mir lag und behielt selbst die Ruhe, als ich schon völlig konfus war. Gerhard kümmerte sich um eine akzeptable Pokalauswahl und so fand ich sogar noch die Zeit, die Schilder für die Pokale anfertigen zu lassen.
Und dann war es soweit. Pünktlich, Samstag um 08.00 Uhr trafen wir uns alle auf dem Platz. Die Küche war bestens vorbereitet und die Teilnehmer, Helfer und Richter trafen nach und nach ein. Wie sich schon im ersten Gespräch mit den beiden Richtern herausstellte, hatte Claudias Crashkurs in "Schreibsachen" Früchte getragen und die Richter fanden alles an Papieren vor, was sie erwarteten. Auch ich fand die beiden unheimlich locker und da verlor sich so langsam die Aufregung.
Nach kurzer Einweisung durch die Richter und Abstimmung mit den Helfern ging es dann mit den BH- Hunden los. Alle Starter zeigten durchweg Leistungen auf gutem Niveau - alle? Halt da war doch einer, wie hieß der gleich - ah, "Campino"! Na der hatte wohl irgendwie so gar keine Lust. Es kam wie es kommen musste, leider nur 33 Punkte. Und wie sollte es auch anders sein, Campino war unser Begleithund. Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir hatten ja noch Merla mit Kerstin Guttenberg und Quo mit Hanne. Die müssen es noch reißen!
Doch es kam anders als gehofft. Wieder einmal zeigte uns Andreas Kell mit seiner Nicci wie man es richtig macht. Er wurde nur noch von seinen Vereinskameraden aus dem PHV Hamburg übertroffen. Melanie Rau mit ihrem Malex führte eine Unterordnung auf hohem Niveau (96 Punkte) vor, die allseits begeisterte. Und Georgette Möller mit ihrem Jesper machte dann den Sieg für Hamburg II komplett mit einem Schutzdienst, welcher nur einen Punkt schlechter als der von Andreas Kell (97 Punkte) bewertet wurde.
So mussten wir bei der Siegerehrung wehleidig unserem Pokal hinterher schauen, der in den Händen einer anderen Mannschaft als im Vorjahr, aber doch wieder nach Hamburg entschwand.
Trotzdem können wir mit dem 5. Platz ganz zufrieden sein, denn er spornt uns an und zeigt auch wo wir noch Schwächen haben.
Alles in allem war es trotz des regnerischen Wetters ein gelungener Tag. Mein herzlichster Dank geht an alle die, die dazu beigetragen haben - unseren Startern Anke Dittmann, Kerstin Guttenberg sowie Hannelore Hubertus sowie Mark und Clarissa für die Organisation im Vorwege, Claudia und Gerhard für die Rettung in der Woche davor und nicht zu vergessen unsere Küchencrew, die uns alle so gut versorgt hat. Und natürlich auch allen Anderen die zum Gelingen beigetragen haben.
Herzlichen Dank!
Oliver Joffroy